Wortgewitter im Forum
16. Februar 2026
Er heißt Matti. Matti Linke.
Und er kam nicht mit Kreide
Nicht mit Arbeitsblättern.
Sondern mit Fragen. Mit Worten – nicht ganz leise.
Schüler. Referendare. Lehrer.
Alle sitzen wir da und merken:
Hier geht es nicht um Noten.
Hier geht es um Stimmen.
Wir lernen, wie man Themen findet.
Nicht im Lehrbuch.
Sondern im Bauch. Im Kopf. Im Weltgeschehen.
Krieg. Schule. Trump. Freundschaft. Liebe.
Alltagsprobleme zwischen Mathetest und Mensaschlange.
Und plötzlich sind selbst Hausaufgaben
literaturfähig.
Wir schreiben.
Streichen.
Schieben Wörter wie Möbel hin und her,
bis sie passen.
Bis sie knallen.
Bis sie leuchten.
Wir merken:
Metaphern sind Brücken.
Wiederholungen sind Trommeln.
Pausen sind lauter als Schreien.
Und wir spielen.
Mit Lauten. Mit Blicken. Mit Haltung.
Mit Händen, die zittern.
Und dann – Bühne.
Kein langes Zögern.
Kein „Vielleicht später“.
Sondern: Jetzt.
Im Forum.
Vor Lehrern. Vor Schülern. Vor Menschen mit offenen Ohren.
Und da stehen sie.
Die sonst Stillen.
Die Lauten sowieso.
Die, die dachten, sie können das nicht.
Sie können.
Sie sprechen über Krieg
und es wird leise.
Sie sprechen über Schule
und es wird ehrlich.
Sie sprechen über Trump
und es wird politisch.
Applaus.
Nicht aus Höflichkeit.
Sondern weil Worte treffen.
Was bleibt?
Das Gefühl,
dass Sprache kein Arbeitsauftrag ist,
sondern Möglichkeit.
Und irgendwo zwischen Klassenzimmer und Forum
haben wir gemerkt:
Manchmal reichen ein Mikrofon
und ein bisschen Mut,
damit Schule klingt.
Danke Matti!






