Zum Hauptinhalt springen

Autor: Sonja de Buhr

Herausforderung im Tierheim Drakenburger Heide

Wir – Narin, Leonie, Begi und Katja – haben im September 2025 angefangen, unter Frau Hugenberg-Teismanns Aufsicht, unsere Herausforderungswoche zu planen, die wir vom 16. bis 20. März in Nienburg absolvierten. Wir mussten eigenständig und mit geringem Budget einen einwöchigen Aufenthalt in einer fremden Stadt planen und uns eine ehrenamtliche Tätigkeit organisieren. 

Sofort waren wir uns einig, dass wir mit Tieren arbeiten wollten, womit auch unsere Betreuerin Rieke im Nachhinein sehr zufrieden war. 

Die Prüfungskommission haben wir am 17. Februar bestanden und uns voller Vorfreude am Montag, den 16. März, von Haselünne aus mit Zug und Fahrrad auf den Weg nach Nienburg gemacht. Dort haben wir in einem Airbnb gewohnt und uns selbst von dem gegebenen Budget verpflegt, tagsüber haben wir im Tierheim Drakenburger Heide gearbeitet, welches wenige Kilometer nördlich des Stadtzentrums im Grünen liegt. Sowohl in der Unterkunft als auch im Tierheim wurden wir sehr freundlich begrüßt und haben uns sofort wie zu Hause gefühlt. Im Tierheim leben fünf Hunde und etwa 40 Katzen. Letztere Zahl jedoch wird voraussichtlich leider in den kommenden Monaten durch Maikätzchen, ausgesetzte Katzen und unkastrierte Freigänger stark steigen. 

Es kamen Arbeiten wie Gehege sichern, Fenster im Katzenhaus putzen, auf dem Wochenmarkt Spenden sammeln, Schilder neu streichen und Büsche schneiden auf uns zu, kurz: alles, wozu die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen nicht genug Zeit finden. Aber natürlich haben wir auch fleißig Katzen und Hunde gestreichelt sowie durften mit einem Hund Gassi gehen. 

So stressig die Planung auch war, hat es sich für uns mehr als gelohnt, an der AG teilzunehmen. Wir haben viele neue Erfahrungen gemacht und gelernt, alleine klarzukommen und auf Leute zuzugehen. Wir alle empfehlen die Teilnahme an die kommenden Zehntklässler weiter. 

Informationsflyer über Qualzucht und Visitenkarten des Tierheims liegen nach den Ferien in der Schule aus.

Leonie Deters, Katja Koch, Begi Yorulmaz und Narin Yorulmaz aus der 10a

EWE-Mobil am KSU

Auch in diesem Jahr arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7, 8 und 9 im Rahmen des EWE-Mobils vom 09.03. bis zum 20.03. technisch-praktisch unter fachkundiger Anleitung. Die Resonanz ist positiv. „Das ist mal etwas anders, was mit seinen Händen zu machen, und am Ende auch ein Produkt präsentieren zu können.“ Dabei übten sie auch im Umgang mit verschiedensten Werkzeugen. Am Ende konnten sich Schülerinnen und Schüler aus JG 7 über eine Kurbelleuchte, aus JG 8 über ein Computer-Anemometer und aus JG 9 über einen Solarbuggy freuen.

Emilia Schumacher (6d) gewinnt Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs 2026 in Meppen

Am Dienstag, dem 24.02.26 fand in der Stadtbibliothek KÖB Meppen der Regionalentscheid des diesjährigen 67. Vorlesewettbewerbs statt. Gegen 9 Konkurrent*innen konnte sich Emilia erfolgreich durchsetzen.

Verheißungsvolles Rascheln der Seiten,  der Geruch von Papier – und die Magie des (Vor-) Lesens, das Eintauchen in abenteuerliche und fantastische Welten kann beginnen…

In Anwesenheit ihrer Familien und vor einer ausgewählten Jury konnten die 10 Gewinner*innen der Schulentscheide aus dem südlichen Emsland ihre Lesekünste am Nachmittag inmitten von Büchern präsentieren. Eine leichte Nervosität breitete sich zu Beginn aus – aber nicht bei Emilia, die sich sehr gut vorbereitet hatte und sich der mentalen Unterstützung durch ihre Klasse 6d und ihrer Klassenlehrerinnen, Frau Fübbeker und Frau Sassen, gewiss sein konnte. Schließlich hatte sie von ihnen eine Karte erhalten, bei der ihr zahlreiche gedrückte Daumen zugesichert wurden. Auch die „Positive Potatoe“ und ein weiterer Glücksbringer ( 🙂 ) durften nicht fehlen. So konnte nichts mehr schief gehen.

Der Ablauf des Wettbewerbs unterliegt strengen Vorgaben: Zunächst hatten die Teilnehmer*innen einen eigenen vorbereiteten Auszug aus einem Jugendbuch vorzulesen. Der Vortrag durfte höchstens einen zeitlichen Rahmen von ca. 3 Minuten umfassen und musste aus einem anderen Buch stammen als der zur Ermittlung des Schulsiegers ausgewählte. Emilia leistete eine Buchvorstellung und eine Hinführung zur Textstelle in souveräner Weise und las aus Cornelia Funkes „Gespensterjäger auf eisiger Spur“[1]. In der zweiten Runde musste dann jede/r Teilnehmer/in etwa zwei Minuten lang aus einem ihnen unbekannten Jugendroman vorlesen, in diesem Fall „Crazy Family. Die Hackebarts greifen an“ von Markus Orths. Auch diese Herausforderung meisterte Emilia mit Bravour, sodass sie als Gewinnerin gekürt und dafür mit zwei Buchgeschenken sowie einer Urkunde geehrt wurde. Alle anderen Teilnehmer*innen erhielten ebenfalls eine Urkunde und ein Buchgeschenk. Als wohlverdiente Belohnung wurde der aufregende Tag für die glückliche und erleichterte Siegerin noch mit einem Eis im Kreis der Familie abgerundet.

Nach dem Motto „Vom Klassenzimmer bis nach Berlin“ sind über 600.000 Schüler*innen aus der sechsten Klasse jedes Jahr mit ihren Lieblingsbüchern dabei. Damit ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb einer der ältesten und größten Wettbewerbe für Schüler*innen in Deutschland. Die Etappen führen von den Schulentscheiden über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale mit den 16 Landessieger*innen.

Der Vorlesewettbewerb wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen zu bewirken, die Lesekompetenz zu stärken und sie dabei zu unterstützen, ihren Horizont zu weiten, gesellschaftliche Veränderungen einzuordnen und Offenheit für Neues zu entwickeln. – Und für die nächste Etappe im März/April, dem Kreisentscheid in Damme, gilt es dann wiederum, die Daumen fest zu drücken!

Anne Maria Sassen


Schüler des 11. Jahrgangs bereiten sich auf die Oberstufe vor

Unsere Jahrgangsfahrt zum Alfsee stand unter dem Motto „Fit für die Oberstufe“. Von Sonntag bis Dienstag war der gesamte 11. Jahrgang gemeinsam vor Ort, um sich auf die kommenden Anforderungen vorzubereiten. In verschiedenen Modulen beschäftigten wir uns damit, wie man überzeugend argumentiert, Texte strukturiert und korrekt bearbeitet und wie gehirngerechtes Lernen dabei helfen kann, Inhalte nachhaltiger zu verstehen und zu behalten. Außerdem erhielten wir ausführliche Informationen zu den Leistungs- und allgemeinen Kurswahlen, sodass wir eine gute Grundlage für unsere späteren Entscheidungen haben.

Neben den inhaltlichen Einheiten stärkten Kooperationsspiele unseren Zusammenhalt und zeigten, wie wichtig Teamarbeit und Kommunikation sind. An zwei Abenden gestalteten wir ein gemeinsames Programm mit kleinen Spielen, bei dem vor allem Kreativität und Gemeinschaft im Mittelpunkt standen. So konnten wir uns auch außerhalb der Arbeitsphasen besser kennenlernen.Am Dienstagmittag kehrten wir zur Schule zurück, aßen gemeinsam in der Mensa und nahmen anschließend noch an zwei weiteren Modulen zu Künstlicher Intelligenz sowie zu Operatoren in Klausuren teil. Insgesamt war die Fahrt eine gelungene und sinnvolle Vorbereitung auf die Oberstufe – bis auf ein Handy, das nun unfreiwillig auf dem Weg nach England ist

Wortgewitter im Forum

Er heißt Matti. Matti Linke.
Und er kam nicht mit Kreide

Nicht mit Arbeitsblättern. 
Sondern mit Fragen. Mit Worten – nicht ganz leise.

Schüler. Referendare. Lehrer.
Alle sitzen wir da und merken:
Hier geht es nicht um Noten.
Hier geht es um Stimmen.

Wir lernen, wie man Themen findet.
Nicht im Lehrbuch.
Sondern im Bauch. Im Kopf. Im Weltgeschehen.

Krieg. Schule. Trump. Freundschaft. Liebe.
Alltagsprobleme zwischen Mathetest und Mensaschlange.
Und plötzlich sind selbst Hausaufgaben
literaturfähig.

Wir schreiben.
Streichen.
Schieben Wörter wie Möbel hin und her,
bis sie passen.
Bis sie knallen.
Bis sie leuchten.

Wir merken:
Metaphern sind Brücken.
Wiederholungen sind Trommeln.
Pausen sind lauter als Schreien.

Und wir spielen.
Mit Lauten. Mit Blicken. Mit Haltung.
Mit Händen, die zittern.

Und dann – Bühne.

Kein langes Zögern.
Kein „Vielleicht später“.
Sondern: Jetzt.

Im Forum.
Vor Lehrern. Vor Schülern. Vor Menschen mit offenen Ohren.

Und da stehen sie.
Die sonst Stillen.
Die Lauten sowieso.
Die, die dachten, sie können das nicht.

Sie können.

Sie sprechen über Krieg
und es wird leise.
Sie sprechen über Schule
und es wird ehrlich.
Sie sprechen über Trump
und es wird politisch.

Applaus.
Nicht aus Höflichkeit.
Sondern weil Worte treffen.

Was bleibt?

Das Gefühl,
dass Sprache kein Arbeitsauftrag ist,
sondern Möglichkeit.

Und irgendwo zwischen Klassenzimmer und Forum
haben wir gemerkt:
Manchmal reichen ein Mikrofon
und ein bisschen Mut,
damit Schule klingt.

Danke Matti!

Bläserklassentage im Jugendkloster Ahmsen

Auch dieses Kalenderjahr haben die Bläserklassen von KSU und BOS der Jahrgänge 6 und 8 wieder besonders musikalisch begonnen. Im Jugendkloster Ahmsen probten von Montag, dem 19.1. bis Mittwoch, den 21.1. zunächst die Sechstklässler intensiv unter der Leitung von Ines Krause und Sonja de Buhr. Dabei standen spannende neue Stücke auf dem Programm, welche die Schüler*innen vor Herausforderungen stellten aber auch begeisterten. So haben sie motiviert und konzentriert gearbeitet und am Ende schon einen Großteil der Werke für das Sommerkonzert am erarbeitet.

Ähnlich ging es den Achtklässlern, die unter der Leitung von Sonja de Buhr und Stefanie Wendt dann vom 21.1. bis zum 23.1. insgesamt vier anspruchsvolle Stücke vollständig durchgearbeitet und die Grundlage für die genauere musikalische Arbeit gelegt haben. Hier lag der Fokus besonders auf Film- und Popmusik, was die Schüler*innen ebenfalls motivierte. Auf den Fluren des Jugendklosters wurden regelmäßige Auszüge aus den Stücken gesungen.

Natürlich kamen auch Theorieeinheiten, Spiel und Spaß nicht zu kurz. Unterstützt wurden die oben genannten Leitungen dabei tatkräftig von den Musikkollegen des KSU Annika Balgenorth und Philipp Stockmann in deren Freizeit.

Über 240 Lehrkräfte und Gäste informieren sich über individualisiertes Lernen im KSU

Voll war es im Forum des Kreisgymnasium St. Ursula am Mittwoch, den 14.Januar 2026. Allerdings saßen dort keine Schülerinnen und Schüler sondern mehr als 240 Lehrkräfte sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft, denn das KSU hatte eingeladen, an einer Fortbildung zum individualisierten Lernen teilzunehmen. Referent Stefan Ruppaner, ehemaliger Schulleiter der Alemannenschule Wutöschingen, gilt als Fachmann in dem Bereich und hat seine ehemalige Schule in Baden-Württemberg vollständig auf das Konzept ausgerichtet. Er stellte dem Kollegium des KSU und der BOS, Kolleginnen und Kollegen aus benachbarten Schulen und weiteren Gästen aus den Landkreisen Emsland und Cloppenburg diesen Ansatz genauer vor. Anschließend konnten die Teilnehmenden dem Experten ihre Fragen stellen.

Beim individualisierten Lernen steht die Schüler*innenaktivität im Vordergrund. In seiner höchsten Form entscheiden die Lernenden selber, wann, wo und wie sie etwas lernen wollen. Dies führt dazu, dass vieles, was im konventionellen Schulsystem seit Jahrzehnten etabliert ist, aufgebrochen wird. Befeuert wird diese Entwicklung weiter durch die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz, die beispielsweise eine direkte Korrektur von Leistungen durchführen kann, sodass der Schüler oder die Schülerin sofort erfährt, was noch einmal wiederholt werden muss.

Dass dieser Ansatz von großem Interesse für die Schulentwicklung auch im Emsland und den angrenzenden Landkreisen ist, zeigt die große Anzahl an Lehrkräften verschiedener Schulformen auch aus anderen Schulen und auch Vertretern der Landesschulbehörde, der Lokalpolitik und der Wirtschaft. Nach dem offiziellen Vortrag von Stefan Ruppaner hat das Kollegium des KSU noch mit ihm gemeinsam über die konkrete Entwicklung des Kreisgymnasium St. Ursula gesprochen und sich Anreize geben lassen.